Grilltipp #1: Von welchem Grill es besser schmeckt

Die Grillwelt ist gespalten: Auf der einen Seite zündeln die Gas-Ästheten, auf der anderen wetzen Kohlegrill-Puristen ihre Grillzangen. Wer gewinnt das Grillduell? Bei wem schmeckt’s besser?

Sofern das Grillgut vernünftig zubereitet wurde, ist es egal, ob es vom Gasgrill oder Kohlegrill stammt. Zumindest legen das zahlreiche Blindverkostungen nahe, bei denen die Teilnehmer keinen Unterschied zwischen Gas- oder Kohlegrillgut schmecken konnten. Andere Versuche konnten zeigen, dass der Geschmack eine Frage der Einstellung ist: Gasgrillfans wurde vorgetäuscht, eine Wurst vom Gasgrill zu probieren, obwohl es sich um eine Wurst vom Kohlegrill handelte. Umgekehrt wurde mit den Kohlegrillfans vorgegangen, sie erhielten Würstchen vom Gasgrill. Beide Gruppen behaupteten beim Geschmackstest, das Grillgut sei auf ihrem favorisierten Grill zubereitet worden (pure Einbildung). Im Anschluss bekamen die Teilnehmer tatsächlich Würstchen von ihrem favorisierten Grill, und siehe da: Den Grillfans schmeckten die Würstchen weniger als zuvor (weil sie überzeugt waren, vom “schlechteren” Grill zu essen).

Gibt es denn einen Geschmacksunterschied? Nein, sagen die Profis. Weder Holzkohle noch Gas nehmen Einfluss auf den Geschmack des Grillguts. Das gilt zumindest für Holzkohle, die zuvor richtig angeheizt wurde und somit nicht qualmt (was die Grillprofis empfehlen). Asche und Ruß haben nichts auf den Leckereien verloren. Falls du Holzkohle verwendest, solltest du mit dem Grillen warten, bis die Grillkohle vollständig mit weißer Asche überzogen ist.

Der Geschmack, den wir so lieben, entsteht durch das verdampfende Fett und den Fleischsaft, der sich auf der Oberfläche des Grillguts festsetzt. Diese Röstaromen bilden sich unabhängig von der Art des Grills. Lasst uns also die Grillspieße beiseite legen, Frieden schließen. und uns auf das besinnen, was wir gemeinsam haben: Den Wunsch nach leckerem Essen und glücklichen Gästen. Und wer mit Liebe grillt, wird das schon schaffen, oder? 😉

Übrigens: Für Fans des Gourmet-Grillens haben wir einen neuen Keramik-Grill im Angebot – den Monolith Le Chef – mit diesem 140 kg Prachtstück kannst du nicht nur Grillen, sondern auch Backen, Kochen, Räuchern, Garen und Dörren.

Grilltipp #2: Bambuskohle

Wenn deine Gäste im Qualm der Grillkohle verschwinden und die Feuerwehr anrückt, weil dein Garten aus der Ferne einer brennenden Tankstelle gleicht, hast du ihn: Den “Nie-wieder-Holzkohle-Moment”.

Diesen Ärger kannst du deinen Gästen ersparen, indem du Bambuskohle verwendest. Die entwickelt fast keinen Qualm, stößt weniger CO2 aus, brennt bis zu 3x länger als Holzkohle, und ist auch noch wiederverwendbar. Nebenbei schonst du die Umwelt: Bambus gehört zu den regenerativsten Gewächsen der Welt und wächst binnen 3-5 Jahren auf Erntegröße heran. Zur Herstellung dieser Kohle wird “Bambusabfall” verwertet, der z.B. beim Haus- und Möbelbau entsteht.

Bambuskohle zum Grillen Grilltipps

Inzwischen kannst du Bambuskohle auch in Supermärkten finden. Wenn du mehr Auswahl möchtest, solltest du im Web fündig werden. Die Kohle ist nur geringfügig teurer als herkömmliche Holzkohle, aber auch ergiebiger, da sie länger und heißer brennt.

Übrigens: Für den großen Hunger haben wir auch Schwenkgrills zu bieten, mit zwei Metern Grillfläche und Lagerfeueratmosphäre.

Grilltipp #3: Grillplanken

Was haben Indianer und Piraten gemeinsam? Richtig, sie haben etwas für Holzplanken übrig! Ob man nun unliebsame Meuterer über die Planke ins Meer stößt, oder Grillgut zubereitet – Planken sind nützlicher, als man denken könnte.

Grillplanken eignen sich wunderbar, um dem Grillgut ein besonderes Aroma zu verleihen. Beim “Planking” wird das Grillgut auf einer Holzplanke platziert und anschließend durch indirekte Hitze gegart. Wegen seiner ätherischen Öle ist Zedernholz unter Fischgourmets beliebt, wohingegen sich Hickory- oder Pflaumenholz für Fleisch anbietet. Grundsätzlich kann jede Art von Holz für das “Planking” verwendet werden – allerdings sollte das Holz unbehandelt und harzfrei sein. Das wussten schon die amerikanischen Ureinwohner.

Hast du dir eine Planke aus dem Supermarkt oder Fachgeschäft besorgt, kann es losgehen: Die Planke muss zunächst 1-3 Stunden in Wasser quellen. So wird verhindert, dass das Holz auf dem Grill Feuer fängt. Heize den Gas- oder Kohlegrill an, bis er etwa 200-220°C erreicht hat. Lege die feuchte Planke auf den Grill und lasse sie ein paar Minuten anheizen. Streiche nun etwas Öl auf die Oberseite der Planke und platziere dein Grillgut darauf (zu den Rändern der Planke sollten mindestens 2 cm Abstand bestehen). Wir empfehlen dir, die Planke in den “indirekten” Grillbereich zu schieben und den Grilldeckel so selten wie möglich zu entfernen. Es gibt im Netz viele tolle Planken-Rezepte zu entdecken. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Grilltipp #4: Sous-Vide-Garer

“Ich glaube, das ist noch nicht durch”, gehört zu den Aussagen, die hungrige Gäste am Tisch ungern hören. Jetzt geht es darum, wie “Leere” das Problem lösen kann …

Mache es wie die Profis und gare dein Grillgut in einem Sous-Vide-Garer vor. Hierbei werden Nahrungsmittel in vakuumversiegelten Plastikbeuteln langsam gegart. Weil keine Verdunstungs- oder Aromaverluste entstehen, werden die Gerichte aus dem Garer besonders geschmacksintensiv und saftig. Anschließend legt ihr das vorgegarte Grillgut nur noch kurz auf den Rost.

Grilltipp #5: Ein amerikanischer Dessert-Klassiker

Die folgende Köstlichkeit ist so gut, dass ihr die Amerikaner einen Feiertag eingeräumt haben  Manche Fans bauen sogar Grills eigens für den Zweck, dieses Partydessert zubereiten zu können …

S’mores (engl. “some mores”) sind das ideale Grilldessert für Gäste, die es rustikal und einfach lieben. Es handelt sich dabei um eine Art Marshmallow-Sandwich, das Kindheitserinnerungen weckt.
Pro S’more benötigst du zwei Butterkekse, einen halben Marshmallow und ein Stück Schokolade. Die Temperatur des Grills sollte 180°C betragen (indirekte Hitze). Lege ein dünnes Stück Schokolade mit dem halbierten Marshmallow zwischen zwei Butterkekse. Die fertigen “Sandwiches” legt ihr am besten in eine geeignete Ofenform mit Rost (Schwedenschale). Die S’mores sollten nach 9 Minuten Grillzeit fertig sein. 

Grilltipp #6: Gewürzmischungen verwenden

Wir haben es selbst ausprobiert: Die Stimmung steigt am Tisch, sobald ihr “Zauberstaub” ins Essen mischt 

Verzichte auf Massenware und erstelle deine eigene Gewürzmischung (von Profis “Rub” genannt). Die Vielfalt ist gewaltig und wird für Gesprächsstoff auf deiner Party sorgen.

Gewürzmischungen Memphis Dust zum Grillen verwenden

“Magic Dust” bzw. “Memphis Dust” ist eine süßliche Trockengewürzmischung, die vor dem Grillen in das Grillgut einmassiert wird. Das Pulver sollte als dünne, gleichmäßige Schicht aufgetragen werden. Gröbere Gewürze bringen den Geschmack tiefer in das Grillgut, wohingegen feinere Gewürze weniger tief, aber schneller einziehen. Pro Tipp: Kein Salz in die Gewürzmischung! Salz sollte Stunden vor dem Einmassieren des Pulvers auf das Grillgut gestreut werden. 

Was ihr für 700ml Gewürzmischung benötigt (genug für viele Grillabende):

~ 12 Esslöffel dunkler brauner Zucker
~ 10 Esslöffel weißer Zucker
~ 8 Esslöffel Paprikapulver
~ 4 Esslöffel Knoblauch (granuliert)
~ 2 Esslöffel schwarzer Pfeffer (gemahlen)
~ 2 Esslöffel Ingwerpulver
~ 2 Esslöffel Zwiebel (granuliert)
~ 2 Teelöffel Rosmarinpulver

Ist der Rub aufgetragen, solltet ihr das Grillgut noch 20 Minuten ruhen lassen. Danach geht es ab auf den Grill. “Memphis Dust” passt hervorragend zu Schweinefleisch und Geflügel (z.B. Burgerpatties), und ist nicht so süß, wie man vermuten könnte.

Weitere Inspirationen für Gewürzmischungen und Gewürzbuffets findest du hier.

Grilltipp #7: Wassermelone vom Grill

Sie sind saftig. Sie sind erfrischend. Und sie lassen sich Grillen 

Verzaubere deine Gäste mit Wassermelone vom Grill. Das rauchige Aroma und die karamellisierte Oberfläche werden euch neue Geschmacksdimensionen eröffnen. Schneide die Melone in dreieckige Scheiben, ohne die Rinde zu entfernen (die Dicke entspricht ca. Daumenbreite). Lege die Stücke auf den Grill und gib jeder Seite ca. 2 Minuten, bis die charakteristischen Grillstreifen erscheinen. Genieße die Frucht, solange sie noch warm ist. Du wirst merken, dass sie überraschend saftig ist.

Wer möchte, kann das Fruchtfleisch vor dem Grillen würzen: Fülle eine Schale mit 4 Esslöffeln Zucker, einem Esslöffel feingeraspelter Limonenschale und einem halben Teelöffel Chiliflocken. Vermische die Zutaten und reibe sie (zärtlich & liebevoll) in das Fruchtfleisch. Viel Vergnügen beim Nachgrillen!

Grilltipp #8: Noch besser Fisch grillen

Echte Fischköppe teilen diesen Traum: Du sitzt gemeinsam mit deinen Liebsten am See, hörst das Lagerfeuer knistern und lässt die Seele baumeln – und dazu gibt’s Fisch.

Fisch vom Grill ist eine geschmackliche Offenbarung. Wenn dein Fang jedoch am Rost klebt oder zerfällt, ist der Genuss von kurzer Dauer. Fischbräter oder Fischhalter versprechen Abhilfe, doch was tun, wenn du keines dieser Hilfsmittel parat hast?

Fisch besser grillen mit Grilltipps und Zitrone

Um den Fisch vor dem Zerfallen zu bewahren, solltest du ihn vor dem Grillen in eine Salzlauge tauchen. Fülle einen Liter Leitungswasser in eine geeignete Schale und gebe einen Esslöffel Seesalz dazu. Lege den Fisch hinein und lasse ihn für 10 Minuten planschen. Danach tupfst du den Fisch nur noch trocken ab und legst ihn auf den Grill. Wir haben es selbst ausprobiert und können den positiven Effekt bestätigen 

Eine stilvolle Methode, um den Fisch vor dem Festhaften zu schützen, haben wir ebenfalls getestet: Schneide eine große Zitrone in Scheiben und lege diese so auf das Rost, dass der (geölte) Fisch auf einem Zitronenbett liegt. Gib jeder Fischseite etwa 5 Minuten bei geschlossenem Deckel (wir haben mit 230°C gegrillt) und genieße das Ergebnis mit Familie, Freunden, Bekannten oder Kollegen.

Grilltipp #9: Fachsprache zum Beeindrucken

Was wäre Expertentum ohne verworrene Fachsprache? Wir drücken die Schulbank mit euch. Vokabeltest nächste Woche  Nutze regelmäßig Grillbegriffe, um (unberechtigte) Zweifel an deinen Grillkünsten zu zerstreuen. Los geht’s.

Neonfleisch: Fertig mariniertes Grillgut vom Discounter.

Jehova: So schimpfen Profis die Alufolie.

Brekkies: Kurzform für Grillbriketts.

Brine: Eine salzhaltige Flüssigkeit, worin das Grillgut eingelegt wird.

Braai: Der Begriff kommt aus dem Afrikaans und steht für das Grillen über offenem Feuer.

Rubben: Gewürzmischung auf das Grillgut auftragen.

Bark: Die leckere Kruste, die durch das Rubben entsteht.

Mop: Ein Pinsel zum Auftragen von Marinaden.

Sweet Spot: Die Zone auf dem Grillrost, wo die höchste Temperatur mit der gleichmäßigsten Wärmewirkung herrscht.

Caveman-Style: Das Steak wird direkt auf die glühenden Kohlen gelegt (das geht tatsächlich).

Bear Paws: Große Fleischgabel, womit sich das Fleisch zerrupfen lässt. Für alle, die Pulled Pork zubereiten möchten.

Das waren unsere 9 Grilltipps für den Sommer 2018. Welche Grilltipps haben dir gefallen? Worüber würdest du gern mehr erfahren? Verrate es uns bei Facebook 🙂

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Wir sind dein persönlicher Eventausstatter aus Hamburg und helfen dir dabei, deine Gäste zu begeistern. Von der kleinen Gartenparty bis zum Großevent – du entscheidest, was du brauchst und was nicht. Du möchtest dein Event bereichern und Partyzubehör mieten? Gerne. Bei uns findest du Gläser, Porzellan, Besteck, Tischwäsche, Buffetzubehör, Küchentechnik und Mobiliar – hochwertig, modern und funktional.

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